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Dürre-Bilanz Sommer 2026: Rekordtiefs, Ernteausfälle und Waldbrandgefahr in NRW

Der Sommer 2026 geht als einer der trockensten in die NRW-Wettergeschichte ein. Björn Alexander, Meteorologe und Gründer von SKYLENZ, verfolgt die Datenlage seit Wochen – und die Zahlen, die jetzt vorliegen, sind eindeutig: Rekord-Niedrigwasser am Rhein, ein historisch trockener Juli, spürbare Ernteeinbußen und eine erhöhte Waldbrandgefahr, die erst durch Regen Mitte August etwas nachließ. Zeit für eine nüchterne Bilanz.

 

 

Der trockenste Juli seit Beginn der Aufzeichnungen

Laut WDR gab es in NRW seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881 keinen so trockenen Juli wie in diesem Jahr. Der jüngste hydrologische Bericht des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima (LANUK) bestätigt laut Zeit Online: Die Böden in NRW weisen aktuell deutliche Dürreerscheinungen auf, bis in knapp zwei Meter Tiefe sind sie überwiegend so trocken wie nur alle 10, 20 oder sogar 50 Jahre. Besonders extrem betroffen ist der Südwesten des Landes, vor allem die Eifel. Das Umweltportal NRW bezifferte die betroffene Landesfläche Mitte August auf rund 99 Prozent, die von „seltener Trockenheit“ oder „Dürre“ erfasst ist – mit weiter ausgedehnter „extremer Dürre“ im Südwesten. Hier geht zur aktuellen Bodenfeuchtigkeit in Deutschland.

 

 

Der Rhein als Messlatte: von Rekordtief zu vorsichtiger Erholung

Am deutlichsten zeigt sich die Trockenheit am Rheinpegel Köln. Am 1. August unterschritt der Pegel mit 67 Zentimetern erstmals den bisherigen Rekordtiefstand von 69 Zentimetern aus dem Jahr 2018 (Zeit Online). Danach ging es fast ununterbrochen weiter nach unten: 61 Zentimeter am 10. August, bei einem langjährigen Mittelwert von 297 Zentimetern also rund 80 Prozent unter Normal, 55 Zentimeter am 12. August und schließlich ein historischer Tiefstwert von rund 45 Zentimetern am Morgen des 19. August (t-online).

Erst Regenfälle in Süddeutschland brachten ab Mitte der vergangenen Woche eine Wende: Bis zum vergangenen Samstag (22. August) stieg der Pegel um rund 30 Zentimeter auf etwa 80 Zentimeter (t-online). Von Entwarnung kann trotzdem keine Rede sein: Selbst bei 80 Zentimetern bleibt der Rhein auf einem sehr niedrigen Niveau. Für eine spürbare Entspannung der Niedrigwassersituation wären flächendeckende Niederschläge von mindestens einigen Zentimetern über weite Teile des Rheineinzugsgebiets nötig – und das möglicherweise wiederholt.

 

 

Erntebilanz: Der Standort entscheidet

Die Erntebilanz des Deutschen Bauernverbands bestätigt, was sich bereits im Juli andeutete: Bundesweit wurde rund sieben Prozent weniger Weizen geerntet als im Vorjahr. Für NRW insgesamt fällt die Bilanz laut Rheinischem und Westfälisch-Lippischem Landwirtschaftsverband moderater aus – im Schnitt wird eine durchschnittliche Getreideernte erwartet, bei Gerste teils sogar leicht über dem Sechs-Jahres-Durchschnitt.

Regional sind die Unterschiede allerdings groß: Betriebe auf den sandigen Böden am Niederrhein haben unter der Trockenheit deutlich stärker gelitten. Der Rheinische Landwirtschaftsverband rechnet dort vielerorts mit Ernteeinbußen von 20 bis 30 Prozent. Bei Kartoffeln und Mais fand laut Verband zeitweise gar kein Wachstum mehr statt, Zuckerrüben blieben teils nur halb so groß wie zu dieser Jahreszeit üblich.

Wie sich Ernteschäden durch Hitze und Dürre versicherungssicher dokumentieren lassen, hat SKYLENZ bereits im Juli ausführlich beschrieben: „Ernteschäden NRW dokumentieren – Hitze und Dürre im Sommer 2026“. Die dortige Einschätzung hat sich mit der jetzt vorliegenden Erntebilanz bestätigt.

 

 

Waldbrandgefahr: kurze Entspannung, keine Entwarnung

Die anhaltende Trockenheit trieb auch die Waldbrandgefahr in NRW über Wochen nach oben. Nach Angaben von Wald und Holz NRW zählte das Land bis Mitte August bereits 86 Waldbrände – 2025 waren es im gesamten Jahr 130 (WDR). Mitte August musste in Hürtgenwald-Gey sogar ein Ortsteil wegen eines Waldbrands vorübergehend evakuiert werden (tagesschau). Der Regen der vergangenen Tage hat die Lage inzwischen entschärft: Am 22. August meldete waldbrandkarte.de für NRW höchstens Stufe 2 von 5, für die meisten Kreise nur noch Stufe 1. Diese Entspannung kann aber schnell wieder kippen: Sinkt die Bodenfeuchte in der obersten Streuschicht erneut, steigt die Gefahr laut Landesforsten-Angaben genauso rasch wieder an, wie sie durch Regen gefallen ist.

 

 

Was das für Ihre Fläche oder Anlage bedeutet

Für Landwirte, Grundstücks- und Dacheigentümer am Niederrhein bringt dieser Sommer eine seltene Doppelbelastung: Erst monatelange Trockenheit mit messbaren Ertragsverlusten, jetzt wieder die Rückkehr von Starkregen- und Unwetterrisiko. Beide Extreme lassen sich mit der Drohnentechnik von SKYLENZ dokumentieren – ob als georeferenzierte Schadensaufnahme nach der Ernte oder als thermografische Prüfung von PV-Anlage und Dach vor der nächsten Gewitterfront.

Sie möchten eine Fläche oder Anlage begutachten lassen oder benötigen eine meteorologische Einordnung für Ihre Versicherung? Kontaktieren Sie SKYLENZ – das Unternehmen ist direkt am Niederrhein zu Hause.

 

 

Quellen:

WDR, So vertrocknet sieht NRW in diesem Sommer aus — https://www1.wdr.de/nrw/trockenheit-nrw-wetter-100.html

Zeit Online, Bericht NRW-Landesamt: Vor allem in Eifel extrem trocken — https://www.zeit.de/news/2026-08/17/bericht-nrw-landesamt-vor-allem-in-eifel-extrem-trocken

Umweltportal NRW, Informationsseite Trockenheit — https://www.umweltportal.nrw.de/

Zeit Online, Rheinpegel erreicht historischen Tiefstand — https://www.zeit.de/news/2026-08/01/rheinpegel-erreicht-historischen-tiefstand

t-online, Kölns Rheinpegel legt kräftig zu — https://koeln.t-online.de/region/koeln/id_101395320/niedrigwasser-in-koeln-rheinpegel-steigt-zum-wochenende-um-30-zentimeter.html

tagesschau/SWR, Dürre in RLP: Wie viel Regen braucht das Land jetzt? — https://www.tagesschau.de/inland/regional/rheinlandpfalz/swr-wetter-bringt-endlich-regen-so-viel-wasser-brauchen-wir-jetzt-100.html

WDR, Erntebilanz: Trockenheit drückt die Erträge auf den Feldern — https://www1.wdr.de/wirtschaft/landwirtschaft/ernte-bilanz-duerre-ernteausfall-100.html

WDR, Waldbrände in NRW: Wieso es mehr werden — https://www1.wdr.de/nrw/waldbrand-2026-statistik-100.html

tagesschau, Etliche Waldbrände lodern weiter — https://www.tagesschau.de/inland/regional/nordrheinwestfalen/wdr-nrw-hat-rauch-in-der-nase-was-fuer-ein-waldbrandtag-100.html

waldbrandkarte.de, Waldbrandgefahr in Nordrhein-Westfalen — https://waldbrandkarte.de/bundesland/nordrhein-westfalen

SKYLENZ, Ernteschäden NRW dokumentieren – Hitze und Dürre im Sommer 2026 — https://skylenz.de/aktuelles/hitzesommer-2026-ernteschaeden-nrw-dokumentieren-lassen/

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