SKYLENZ prüft Photovoltaikanlagen per Drohnen-Thermografie – und verlässt sich dabei längst nicht mehr nur auf den geschulten Blick der eigenen Piloten. Für größere und komplexere Anlagen kommt zusätzlich SkyVisor zum Einsatz, eine spezialisierte Auswertungsplattform für Drohnen-Inspektionen von Solar- und Windanlagen. Was die Software leistet, was sie kostet und für welche Anlagen sich der Aufpreis lohnt, legt SKYLENZ an dieser Stelle offen – auch weil die Antwort nicht für jeden Betreiber gleich ausfällt.
Eine Analyseplattform aus Paris, im Einsatz in über 30 Ländern
SkyVisor ist ein französisches Softwareunternehmen mit Sitz in Paris. Seit 2019 entwickelt es eine KI-gestützte Auswertungsplattform für drohnengestützte Inspektionen von Solar- und Windenergieanlagen und unterstützt nach eigenen Angaben Energieunternehmen in über 30 Ländern bei Inspektion und Asset-Management ihrer Anlagen (SkyVisor auf LinkedIn). Die Software gliedert sich in drei Bausteine: eine DroneApp für den weitgehend automatisierten Flug und die Datenerfassung, eine WebApp für die KI-gestützte Fehlererkennung und Berichtserstellung sowie eine FieldApp für die Zusammenarbeit vor Ort (SkyVisor, Thermography). Inhaltlich orientiert sich die Auswertung am Leitfaden IEC TS 62446-3 – der internationalen technischen Spezifikation für die thermografische Außeninspektion von Photovoltaik-Modulen und -Anlagen im laufenden Betrieb.
Der Ablauf bei SKYLENZ: Drohne vor Ort, Software im Hintergrund
Am eigentlichen Einsatz ändert sich für Kunden wenig. SKYLENZ übernimmt Flug und Datenerfassung weiterhin selbst: Die radiometrischen Thermalbilder entstehen mit eigener Drohnentechnik und einem Piloten mit STS-Lizenz, der die Anlage, die Flugbedingungen und die meteorologischen Rahmenbedingungen kennt. Erst danach, bei größeren oder komplexeren Anlagen, übergibt SKYLENZ die reine Auswertung an SkyVisor. Die Software segmentiert die Aufnahmen automatisch modulweise, klassifiziert Auffälligkeiten wie Hotspots, Dioden- oder Bypass-Fehler und Verdachtsfälle auf Potenzialinduzierte Degradation – und erstellt daraus einen strukturierten, exportierbaren Bericht mit GPS-Referenz je Modul. Ob eine Anlage aus 40 oder aus 4.000 Modulen besteht, macht für die Dokumentation am Ende kaum noch einen Unterschied.
Der Preis der Präzision: Warum SkyVisor Geld kostet
Kostenlos ist dieser zweite, softwaregestützte Blick nicht: Für Dachanlagen bis 700 kW arbeitet SkyVisor mit einem Credit-System, das je nach Menge zwischen 129 und 149 Euro pro Inspektion kostet (SkyVisor, Solar Rooftop). Diese Lizenzgebühr kommt zur eigentlichen Diagnoseleistung hinzu – bei kleinen Anlagen steht sie oft in keinem sinnvollen Verhältnis zum Erkenntnisgewinn, bei größeren Dächern, Betrieben und Freiflächenanlagen zahlt sich die zusätzliche Präzision dagegen aus.
Für wen sich der Aufpreis lohnt
- Gewerbliche Dachanlagen ab mittlerer Größe: etwa auf Logistikzentren, Produktionshallen oder Filialstandorten, wo die Modulzahl eine strukturierte Auswertung rechtfertigt.
- Landwirtschaftliche Betriebe mit größeren Dachflächen oder mehreren Standorten: insbesondere wenn mehrere Anlagen im Portfolio vergleichbar dokumentiert werden sollen.
- Freiflächenanlagen und Solarparks: hier ist die Zahl der Module und damit auch der möglichen Fehlerquellen am größten.
- Fälle mit konkretem Nachweisbedarf: etwa gegenüber Versicherungen, im Rahmen von Gewährleistungsansprüchen oder als Nachkontrolle nach einer Reinigung oder Reparatur.
Häufig gestellte Fragen
Was ist SkyVisor genau?
SkyVisor ist eine kommerzielle Softwareplattform eines französischen Anbieters, die Drohnenaufnahmen von Solar- und Windanlagen automatisiert auswertet, Fehlerbilder klassifiziert und daraus strukturierte Inspektionsberichte erstellt (SkyVisor, Thermography).
Setzt SKYLENZ SkyVisor bei jeder PV-Inspektion ein?
Nein. Bei kleineren Anlagen wertet SKYLENZ die Thermografie-Daten in der Regel selbst aus. Die Software kommt gezielt bei größeren oder komplexeren Anlagen zum Einsatz, wenn der zusätzliche Dokumentationsumfang einen echten Mehrwert bietet.
Wird der Einsatz von SkyVisor extra berechnet?
Ja. SkyVisor ist eine kommerzielle Lizenz mit eigenen Credit-Preisen, die zusätzlich zur eigentlichen Drohnendiagnose anfällt. SKYLENZ kommuniziert das transparent und empfiehlt den Einsatz dort, wo sich der Aufwand für den Betreiber tatsächlich lohnt.
Ist eine PV-Anlage ohne SkyVisor schlechter geprüft?
Nicht grundsätzlich. Für kleinere Anlagen liefert die manuelle Auswertung durch einen erfahrenen SKYLENZ-Piloten belastbare Ergebnisse. SkyVisor bietet vor allem bei großen Modulzahlen zusätzliche Skalierbarkeit.
Ab welcher Anlagengröße empfiehlt SKYLENZ SkyVisor?
Eine feste Grenze gibt es nicht – entscheidend sind Modulzahl, Anlagenkomplexität und der individuelle Dokumentationsbedarf. SKYLENZ berät dazu im Einzelfall und empfiehlt die Software dort, wo sich die zusätzlichen Lizenzkosten gegenüber dem Erkenntnisgewinn rechnen.
Die Bilanz
SkyVisor ergänzt die eigene Diagnosekompetenz von SKYLENZ um eine international eingesetzte, an IEC TS 62446-3 orientierte Auswertungsplattform – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ihr Mehrwert steigt mit der Anlagengröße: Kleinere PV-Anlagen sind mit einer fundierten manuellen Auswertung gut bedient, bei größeren Dachanlagen, landwirtschaftlichen Betrieben und Freiflächenanlagen zahlt sich die zusätzliche Lizenzgebühr dagegen in aller Regel deutlich aus.
SKYLENZ berät individuell, ob sich der Einsatz von SkyVisor für die eigene Anlage lohnt. Kontaktieren Sie SKYLENZ für eine unverbindliche Einschätzung.
Quellen
SkyVisor, Solar Rooftop – Pricing — https://www.skyvisor.ai/solar-rooftop/ · SkyVisor, Thermography — https://www.skyvisor.ai/thermography/ · SkyVisor auf LinkedIn — https://www.linkedin.com/company/skyvisor · IEC TS 62446-3:2017 — https://webstore.iec.ch/en/publication/28628 · SKYLENZ, Kontakt — https://skylenz.de/kontakt/
REDAKTION
Björn Alexander
Redaktion & Gründer SKYLENZ
Meteorologe, Fachjournalist und Drohnenpilot mit STS-Lizenz. Recherchiert, verfasst und redigiert Beiträge auf skylenz.de.

