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Hundstage 2026: Herkunft und Prognose – nächste Hitzewelle rollt auf uns zu

Am 23. Juli beginnen die sogenannten Hundstage – statistisch die heißeste Phase des gesamten Jahres, festgelegt auf den Zeitraum vom 23. Juli bis 23. August. Der Begriff wird im Alltag oft mit “Hitzewelle”gleichgesetzt. Fachlich korrekt beschreibt er aber zunächst nur diesen festen Kalenderzeitraum – nicht automatisch durchgehend heißes oder sonniges Wetter.

Björn Alexander, Meteorologe und Gründer von SKYLENZ, ordnet ein: „Die Hundstage sind kein Versprechen auf Hitze, sondern eine Wahrscheinlichkeit. Statistisch gesehen häufen sich in dieser Phase die heißesten Tage des Jahres – aber es gab auch schon Jahre, in denen es in dieser Zeit deutlich kühler und wechselhafter war.”

 

Woher der Name wirklich kommt

Was viele nicht wissen: Mit Hunden im eigentlichen Sinne haben die Hundstage nichts zu tun. Der Begriff stammt aus der Antike und leitet sich vom lateinischen “dies caniculares” ab – den “Tagen des Hundssterns”.

Namensgeber ist Sirius, der hellste Stern im Sternbild Großer Hund (Canis Major). In der Antike fiel sein heliakischer Aufgang – also das erste Erscheinen kurz vor Sonnenaufgang nach einer Phase der Unsichtbarkeit – zeitlich mit der heißesten Sommerphase zusammen. Die Menschen der Antike verknüpften daher diesen Sternenaufgang mit der Sommerhitze und benannten die Periode nach ihm.

Heute stimmt diese astronomische Verknüpfung nicht mehr exakt: Durch die Präzession der Erdachse hat sich die Position der Sternbilder im Verhältnis zu den Jahreszeiten verschoben. Sirius erscheint mittlerweile erst Ende August oder im Frühherbst in ähnlicher Weise am Morgenhimmel. „Der Name ist astronomisch also längst nicht mehr korrekt”, erklärt Alexander, „aber er hat sich über zweitausend Jahre gehalten, weil er einfach zu griffig ist.”

 

Was die Hundstage meteorologisch wirklich bedeuten

Aus meteorologischer Sicht sind die Hundstage vor allem ein klimatologisch-statistisches Phänomen – eine sogenannte Singularität. Langjährige Messreihen zeigen ein Maximum der mittleren Temperaturen und der Häufigkeit von Hitzeperioden um Ende Juli und Anfang August.

Die physikalische Ursache liegt im Zusammenspiel zweier Effekte: Die Sonne steht bereits Ende Juni am höchsten, doch Land- und vor allem Meeresoberflächen speichern Wärme mit einigen Wochen Verzögerung. Dieses thermische Nachhinken führt dazu, dass das eigentliche Temperaturmaximum erst rund vier bis sechs Wochen nach dem Sonnenhöchststand erreicht wird – mitten in den Hundstagen.

„Man kann sich das wie einen Backofen vorstellen, der schon ausgeschaltet ist, aber noch nachheizt”, so Alexander. „Die Sonneneinstrahlung nimmt zwar schon wieder leicht ab, aber die gespeicherte Wärme in Boden und Wasser hält die Temperaturen hoch.“

 

Prognose für die kommende Woche

Nach einem vergleichsweise gemäßigten Juli mit Höchstwerten oft zwischen 19 und 27 Grad zieht das Temperaturniveau nun wieder deutlich an:

  • Wochenende (25./26. Juli): verbreitet 28 bis 35 Grad, im Südwesten am wärmsten
  • Montag/Dienstag: wechselhaft, im Südwesten weiterhin bis 37 Grad
  • Mittwoch, 29. Juli – der Höhepunkt: Einige Wettercomputer spekulieren verbreitet auf 30 bis 34 Grad, im Südwesten und am Oberrhein bis zu 38–39 Grad möglich, dazu drohen Tropennächte mit kaum unter 20 Grad fallenden Temperaturen.
Danach: kurze Abschwächung im Norden, im Süden könnte es sehr heiß bleiben; zum Wochenübergang zeichnet sich bereits die nächste, noch kräftigere Hitzewelle mit bis zu 40 Grad Anfang August ab.

 

Für Nordrhein-Westfalen bedeutet das: Nach einem eher durchwachsenen Wochenstart wird es zur Wochenmitte deutlich heißer, mit Höchstwerten, die regional über die 35-Grad-Marke steigen können, begleitet von zunehmender Schwüle und lokalen Gewittern.

„Die Kontrollläufe der Wettermodelle bestätigen sich seit Tagen: Wir bekommen zur Wochenmitte eine kurze, aber intensive Hitzephase, bevor sich die Lage kurz beruhigt – und sich direkt danach regional wieder verschärfen könnte”, so Alexander.

 

Was das für PV-Anlagen bedeutet

Wiederkehrende Hitzephasen sind für Photovoltaik-Betreiber mehr als nur ein Wetterthema. Wie wir in unserem Artikel zur letzten Hitzewelle erläutert haben, steigt bei anhaltender Hitze das Risiko für Hotspots durch thermischen Stress an Zellen, Bypass-Dioden und Anschlussstellen. Mit einer erneuten Hitzewelle in Sichtweite lohnt sich gerade jetzt ein Blick auf die eigene Anlage – idealerweise per Thermografie-Kontrolle, bevor die nächste heiße Phase beginnt.

 

Was SKYLENZ anbietet

  • PV-Thermografie nach IEC TS 62446-3 – für Dachanlagen und Solarparks. Je nach Tiefe der Nachbearbeitung bereits ab 100 €
  • Meteorologische Einordnung – fundiert durch Björn Alexanders Hintergrund als Meteorologe
  • Ergebnis in 48 Stunden

Kontakt: skylenz.de | info@skylenz.de | Hamminkeln, Kreis Wesel

 

FAQ – Häufige Fragen zu den Hundstagen 2026

Warum heißen die Hundstage “Hundstage”, wenn sie nichts mit Hunden zu tun haben?

Der Name geht auf den Stern Sirius im Sternbild “Großer Hund” (Canis Major) zurück. In der Antike fiel sein Aufgang mit der heißesten Sommerzeit zusammen, weshalb die Römer diese Phase“dies caniculares” – Tage des Hundssterns – nannten.

Sind die Hundstage immer heiß?

Nein. Es handelt sich um eine statistische Häufung, keine feste Wetterregel. In manchen Jahren verlaufen die Hundstage deutlich kühler oder wechselhafter als im langjährigen Mittel.

Wie lange dauern die Hundstage?

Kalendarisch immer vom 23. Juli bis zum 23. August – unabhängig vom tatsächlichen Wetterverlauf des jeweiligen Jahres.

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