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Gespräche auf der Zugspitze: Wie man über die Zukunft spricht, ohne die Menschen zu verlieren

Die Zugspitze, 2.962 Meter über dem Meeresspiegel. Während unten im Tal der heißeste Juni seit Aufzeichnungsbeginn für Temperaturen über 35 Grad sorgt, sitzen auf Deutschlands höchstem Gipfel Menschen zusammen, die eine unbequeme Frage nicht loslässt: Wie redet man über die Klimakrise, ohne dass die Menschen weghören? Björn Alexander war dabei. Der Meteorologe und SKYLENZ-Gründer aus Hamminkeln moderierte beim AlpenKlimaGipfel 2026 einen Live-Podcast – mitten im Programm des zweitägigen Klimagipfels, der Wissenschaftler, Unternehmer, Politiker und Kommunikatoren aus dem gesamten Alpenraum zusammenbrachte. Sein Gesprächspartner: Klaus Kofler, Zukunftsforscher und Autor, der seit Jahren untersucht, warum Fakten allein Menschen nicht zur Handlung bewegen.
Das Gespräch ist jetzt als Video auf Vimeo verfügbar – 17 Minuten, die weit über den Alpenraum hinaus relevant sind.

„Zukunftskommunikation ist mehr als Aufklärung – sie ist eine Frage der Haltung”

So lautet die Kernthese von Klaus Kofler, mit der das Gespräch beginnt. Und es ist eine These, die beim AlpenKlimaGipfel 2026 auf fruchtbaren Boden fällt – denn dort ist das Problem allgegenwärtig: Die Wissenschaft hat die Daten. Die Modelle sind klar. Und trotzdem fehlt in der öffentlichen Wahrnehmung das Handeln.
Kofler nennt dafür zwei zentrale Ursachen: wissenschaftliches Misstrauen und gezielte Desinformation. Beides zusammen erzeuge eine Lähmung, die nicht durch mehr Fakten gebrochen werde – sondern durch eine andere Art zu kommunizieren.
Björn Alexander kennt dieses Dilemma aus seiner eigenen Arbeit. Als Meteorologe erklärt er täglich Wetterlagen und ihre Folgen – Landwirten, Hausbesitzern, Versicherungen. „Die Frage ist nie, ob die Daten stimmen”, sagt Alexander. „Die Frage ist immer: Versteht mein Gegenüber, warum es ihn persönlich betrifft.”

Was Zukunftskommunikation leisten muss – und was sie nicht kann

Klaus Kofler unterscheidet im Gespräch scharf zwischen zwei Typen von Klimakommunikation: der warnenden und der gestaltenden.
Die warnende Kommunikation – Katastrophenszenarien, Alarmmeldungen, Worst-Case-Prognosen – erzeugt Aufmerksamkeit, aber selten Handlungskompetenz. Im Gegenteil: Wer nur mit Angst kommuniziert, riskiert Ohnmachtsgefühle. Menschen, die sich hilflos fühlen, handeln nicht – sie verdrängen.
Die gestaltende Kommunikation dagegen setzt beim konkreten Handlungsrahmen an. Sie fragt nicht nur „Was passiert, wenn wir nichts tun?”, sondern „Was kannst du – genau du, heute, in deiner Region – tun?”
„Zukunft entsteht nicht nur durch Prognosen”, so Kofler im Gespräch mit Alexander, „sondern durch den Mut, sie gemeinsam zu denken und zu gestalten.”

Der AlpenKlimaGipfel 2026 – ein Gipfel im doppelten Sinne

Der AKG 2026 fand im Juni auf der Zugspitze statt – geografisch und symbolisch ein bewusst gewählter Ort. Die Alpen sind Europas Klimaindikator: Nirgendwo sonst werden die Folgen der Erderwärmung so früh, so sichtbar und so dramatisch spürbar. Gletscher, die seit Jahrzehnten schrumpfen. Schneemengen, die den Wintertourismus neu definieren. Permafrost, der auftaut und Infrastruktur gefährdet.
Das Programm des Gipfels war entsprechend dicht: Neben dem Podcast-Gespräch zwischen Alexander und Kofler diskutierten Expertinnen und Experten über Energiesouveränität im Alpenraum, Klimaanpassung als wirtschaftliche Chance, das Transformationsmodell „Alpen” und die Frage, wie alpine Sportevents mit dem Klimastress umgehen sollen.

Den Podcast ansehen

Das vollständige Gespräch zwischen Björn Alexander und Klaus Kofler ist kostenlos auf Vimeo verfügbar:
AKG 2026 | Zwischen Alarm und Aufbruch – Zukunftskommunikation als Haltung
Laufzeit: 17:50 Min. | Sprache: Deutsch | Produziert von ProMedia

 

 

FAQ / Hintergrundwissen

Was ist der AlpenKlimaGipfel?

Der AlpenKlimaGipfel (AKG) ist eine jährliche Konferenz im Alpenraum, die Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zusammenbringt, um die Folgen des Klimawandels für den Alpenraum zu diskutieren und Handlungsstrategien zu entwickeln. Der AKG 2026 fand auf der Zugspitze statt.

Wer ist Klaus Kofler?

Klaus Kofler ist Zukunftsforscher und Autor mit Schwerpunkt auf Kommunikation in Zeiten von Unsicherheit und Desinformation. Er untersucht, wie gesellschaftliche Transformationsprozesse durch Sprache und Haltung begleitet werden können.

Welche Rolle hatte Björn Alexander beim AKG 2026?

Björn Alexander moderierte als Journalist und Meteorologe einen Live-Podcast-Auftritt beim AlpenKlimaGipfel 2026. Das Gespräch mit Klaus Kofler wurde von ProMedia aufgezeichnet und ist auf Vimeo verfügbar.

Was hat SKYLENZ mit dem Klimagipfel zu tun?

SKYLENZ steht für die Verbindung von meteorologischem Fachwissen und praktischer Drohnentechnologie – genau das, was beim AKG 2026 als Zukunftskommunikation diskutiert wurde: nicht nur warnen, sondern konkret handeln. Ernteschäden dokumentieren, Solaranlagen prüfen, Wettergutachten erstellen – das ist angewandter Klimaschutz vor Ort.

Über Björn Alexander: Meteorologe, Drohnenpilot und Gründer von SKYLENZ in Hamminkeln, Kreis Wesel sowie langjähriger Journalist und CvD bei der RTL-Mediengruppe sowie insbesondere beim Nachrichtensender ntv. Mitgründer Rehkitzrettung Hamminkeln e.V.

Quelle: ProMedia – AKG 2026 auf Vimeo

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